00:00:04:
00:00:41: Stell dir vor, du hast einen wichtigen Wettkampf oder du hast eine ganz wichtige Präsentation in deinem Job.
00:00:48: Dein Herz rast, deine Hände zittern und dein Kopf ist wie leergefegt.
00:00:53: Ja der Prozess, der das Ganze auslöst, der hat einen Namen, es ist ein autonomes Nervensystem.
00:00:59: Es entscheidet darüber ob du Unterdruck zusammenbrichst oder ob du unter Druck über dich hinaus wächst.
00:01:06: Und genau das schauen wir uns heute an.
00:01:09: Willkommen zurück im Podcast Energie für Körper und Geist.
00:01:13: Ich freue mich dass Du wieder dabei bist und dass Du mir Deine Aufmerksamkeit schenkst.
00:01:18: Wir schauen uns an, was das autonome Nervensystem eigentlich ist.
00:01:21: Wie es funktioniert und warum es der unsüchtbare Schlüssel zur Höchstleistung ist im Beruf in Drucksituationen und im Sport.
00:01:30: Und dafür habe ich mir einen echten Experten eingeladen – Thomas Lanzberg!
00:01:34: Er ist Gründer von G-Flow Consulting und arbeitet als Coach für Resilienz, Stressmanagement.
00:01:43: eigene Methode entwickelt, mit der in Echtzeit biofeedback sichtbar macht und wo man sieht was in unserem Körper unter Stress wirklich passiert.
00:01:54: Und wie wir lernen können unser Nervensystem
00:01:56: gezielt
00:01:57: zu regulieren.
00:01:59: Sein Ansatz verbindet moderne wissenschaftliche Methoden mit Impulsen aus der Achtsamkeitspraxis.
00:02:07: Bevor er aber ganz Tief hinein starten, in das Thema habe ich noch einen Fortbildungstip für dich der dich bestimmt interessieren wird.
00:02:20: Am zweiten November veranstaltet die BSBA Bewegungsakademie eine Fortbildung mit Michael Meyerhofer mit dem Titel Das Drei-D Fuß Training nach den Prinzipien der Spiraldynamik.
00:02:33: Wir trainieren alle möglichen Muskelgruppen in unserem Körper und vergessen oft dabei auf das eigentliche Fundament Nämlich unsere Füße.
00:02:43: Sie sind Stoßdämpfer, Feder- und Kraftüberträger in einem.
00:02:47: Mit twenty-six Knochen und drei und dreißig Gelenken eigentlich ein biomechanisches Meisterwerk – und die Basis für jede kraftvolle und gesunde Bewegung!
00:02:58: Das dückische dabei?
00:02:59: Unser Nervensystem kompensiert Defizite im Fuß erstaunlich lange und die Rechnung kommt erst viele Jahre später und oft an völlig anderen Körperregionen als den Füßen, obwohl sie von den Füsen ausgelöst werden.
00:03:14: Nämlich in den Knien, in der Hüfte oder auch im Rücken.
00:03:17: Der Physiopädagoge- und Athletikstrainer Michael Meyerhofer zeigt dir wie du die funktionelle Architektur des Fußes verstehst Bewegungsmuster gezielt analysierst und anatomisch korrekte Anweisungen gibst nach dem Prinzipien des Spirals Dynamik um das Beste aus deinem Fuß wieder herauszuholen.
00:03:38: Du hast danach ein fundiertes Verständnis für die Fußanatomie.
00:03:43: Du kennst Polprinzip, Gewölbe- und Verschraubungsprinzipe in Theorie & Praxis.
00:03:49: Du bekommst ein praxiserprobtes Übungsreportoire für das eigene Training oder auch für das Training mit anderen Athletinnen Und du bekommest eine Toolbox für die Verletzungsprävention und für die Erkennung von Kompensationsmustern.
00:04:05: Der Min ist der zweite November von achtzehn bis einundzwanzig Uhr.
00:04:09: Die Fortbildung erfolgt online!
00:04:11: Jetzt hast du noch die Möglichkeit auf die limitierten und vergünstigten Öhrlebertickets, selbstverständlich hast Du dann auch nach einem Monat Zugriff auf die Videoaufzeichnung und Du bekommst einen Teilnehmerzertifikat der BSPA.
00:04:28: Holet ihr jetzt alle Infos und dein Öre-Berticket auf bewegungsakademie.at.
00:04:34: Ich freue mich, wenn du dabei bist!
00:04:43: So bei mir im Studio ist heute der Thomas Landsberg.
00:04:46: Servus Thomas
00:04:48: Servus Erich
00:04:49: Thomas.
00:04:50: Du bist Coach für Resilienz und Leadership.
00:04:54: Vielleicht magst du dich selbst und deine Arbeit ein bisschen vorstellen.
00:04:58: Für unsere Hörerinnen und Hörern
00:05:00: sehr gern vielen Dank für die Einladung.
00:05:02: lieber erich habe ich sehr gefreut auf unseren Chat, weil ich glaube uns verbindet vieles zu mir.
00:05:08: Ich lebe bei Bonn und arbeite auch hier.
00:05:14: Hab einige Jahrzehnte Banker- und Konzernerfahrung auf dem Puckel... ...und hab dann irgendwann aber entschieden meine gefühlte Berufung zum berufzumachen.
00:05:26: deshalb auch Chiflo Consulting.
00:05:27: Es hat sich in jungen Jahren schon Bei mir so rauskristallisiert, jetzt erzähle ich schon mal ein bisschen persönlich aus dem Nähkästchen.
00:05:34: Ich habe hohe Leistungstreiber, ich hab auch relativ viel Sport gemacht, Kampfsportkrafttraining und bin eigentlich immer über Grenzen gegangen was mich dann irgendwie aber auch nicht gut getan hat.
00:05:46: So nach der Motto mit einem Messer im Rücken gehe ich noch lang nicht nach Haus und wenn es weh tut gehen noch fünf.
00:05:56: Das hat sich natürlich dann auch beruflich irgendwann gezeigt, also im Grunde je mehr... ...erfolge ich dann auch auf meiner Bucketlist abhaken konnte.
00:06:05: Umso weniger gut ging es mir dann so mit der Zeit.
00:06:07: Ich habe das nicht verstanden und hab den Zusammenhang nicht begriffen Und für das weiß heute dass das eben starke Leistungstreiber sind die aber sich auch verselbstständigen können und irgendwann man dann drüber fällt mit den Füßen.
00:06:23: Und aus dieser Erfahrung, persönlicher Erfahrung, Business-Erfahrung habe ich mich dann auf dem Weg gemacht vielfältige Ausbildung zu absolvieren im Bereich Coaching Training Therapie.
00:06:35: Habe ich erst mal gemacht weil es mir gut getan hat und ich Zusammenhänge verstanden habe die mir gutgetan haben Und habe dann irgendwann gemerkt, ich hab auch offensichtlich eine Affinität anderen das zukommen zu lassen.
00:06:49: Auch schon in jungen Jahren haben Sportler mit mir trainieren wollen die eigentlich weit über meinem Leistungsniveau waren, auch teilweise Spitzen-Sportler wo ich mich früher als junger Kerl gewundert habe wie so trainieren sie mit mir und habe dann verstanden eine meiner Superkräfte ist zu helfen anderen Also anderen zu helfen, ihre Superkräfte freizuschalten und so schließt sich der Kreis.
00:07:12: Und das mache ich heute beruflich.
00:07:14: Ja sehr schön!
00:07:16: Unser Thema ist ja das autonome Nervensystem.
00:07:18: Das ist eine zentrale Schaltstelle auch um gute Leistungen zu bringen egal ob im Beruf oder im Sport.
00:07:27: Kannst du das vielleicht ein bisschen erklären als Coach?
00:07:30: Warum ist es so zentral für unsere Leistungsfähigkeit?
00:07:35: Also für mich war in meinem Verständnis von Coaching, Therapie und eigentlich Verständnisses Leben ein echter Game Changer.
00:07:44: die Beschäftigung mit der Polyvagal Theorie nach Professor Porges.
00:07:48: Da geht es ja um... ist ein Modell das das autonome Nervensystem und den Einfluss eigentlich auf alles beschreibt.
00:07:57: Und für mich ist das autonnome Nervensystem unser Betriebssystem.
00:08:03: wenn wir mal so und Vergleich heranziehen, den ich persönlich recht passend finde.
00:08:08: Wenn du Probleme mit Word und Excel hast und klickst da auf die Anwendung rum uns tut sich aber nichts hat sich festgefressen dann ist der erste Tipp dem man bekommt von der Hotline haben sie den Rechner schon mal runter gefahren und wieder hoch gefahren?
00:08:22: Und so ist das im Grunde bei uns.
00:08:23: auch wenn unser Betriebssystem also das autonome Nervensystem nicht harmonisch funktioniert laufen auch die Einzelanwendungen nicht.
00:08:30: heißt Die Gesundheit kann nicht so sein, wie sie sein könnte.
00:08:36: Der Zugriff auf meine Ressourcen, meine Beziehungsfähigkeit, meine Kommunikation und also da hängt alles dran am autonomen Nervensystem was ja Billionen von Funktionen pro Sekunde managt und steuert.
00:08:53: und wenn das nicht in Harmonie ist dann gibt es eben unwuchte Unwuchtigkeiten fangen die Probleme an.
00:09:01: und auch im Job, auch im Spitzensport ist für mich Dreh-und Angelpunkt das autonome Nervensystem.
00:09:10: Und erst dann können auch Techniken funktionieren und Methoden funktionieren wenn ich in einer gewissen Harmonie bin, in einer inneren Harmonie, wenn das Betriebssystem funktioniert.
00:09:22: Wir haben ja so zwei zwei States, wenn man so will im autonomen Nervensystem.
00:09:28: Das eine ist das Parasympathische und das andere ist das Sympathisch.
00:09:31: Das steht eher für die Erregung und das Parasympathiche eher für Entspannung.
00:09:37: Und wird auch oft vereinfacht mit Gas- und Bremse ein bisschen beschrieben.
00:09:42: Ist das Bild für dich stimmig?
00:09:45: Ja und nein!
00:09:47: Also ich glaube wir alle haben das mal so gelernt in Biologieunterricht oder im Studium.
00:09:52: Das ist sehr stark vereinfachtes Schema, Gas und Bremse.
00:09:57: Die Wahrheit ist deutlich komplexer und da ist die Polyvagaltheorie auch wieder hervorragend geeignet.
00:10:05: Wir bewegen uns eigentlich permanent in Mischzuständen also es nie so dass entweder nur das Gas oder nur die Bremsen aktiv ist sondern wir oszillieren den verschiedenen Zuständen die eben möglich sind was im Stress eben oft ist, dass das Gaspedal voll durchgetreten ist.
00:10:25: Und gleichzeitig man aber versucht der Parasympathikus irgendwie reinzuregulieren also wie so eine Stotterbremse, was man auch in entsprechenden Messungen sehen kann, vollkommen disharmonisches Muster, Im Herzrhythmus zum Beispiel.
00:10:41: und es gibt eben nicht nur diese beiden reinen Zustände sondern Mischzustände.
00:10:47: Also der Porges, Professor Porges hat eine klare Hierarchie benannt.
00:10:52: es hatten evolutionären Hintergrund auch.
00:10:56: also wenn man mal weit zurück geht... ich bin jetzt mir bewusst dass es unterschiedliche Schulen gibt der Evolutionstheorie aber wenn wir jetzt mal einen rauspickt dann hat die Evolution Nennen wir mal als Arbeitsstätel vor fünfhundert Millionen Jahren überlegt.
00:11:17: Weiß ich, dass meine überlegt wie können wir das Überleben sichern?
00:11:21: und da gab es dann die Knorpelfische und Da hat sich dann in vor fünf hundert millionen jahren dieses dieser Hirnstamm entwickelt Und der war in der in der Lage überlebens zu sichern Durch Todstellen.
00:11:34: also Schutz durch Immobilisierung.
00:11:36: Das System wird maximal runter gefahren dass keine energie verbraucht wird In der Hoffnung, ich werde nicht gesehen.
00:11:42: Also Schutz durch verschwinden und das Unheil geht vorbei.
00:11:45: Das hat dann auch funktioniert in gewisser Weise.
00:11:49: Dann hat es noch mal hundert Millionen Jahre gebraucht bis an die Wirbelfische plötzlich einen zweiten Überlebensmechanismus kreiert hatten oder die Evolutionen kreierte den Sympathikus.
00:12:00: also Schutz durch das genaue Gegenteil durch Mobilisierung.
00:12:04: Die Energie wird hochgefahren damit ich Flüchten oder kämpfen kann.
00:12:08: so hatte man schon Mal drei zwei übergeordnete Möglichkeiten und dann hat es noch mal ein paar hundert Millionen Jahre gedauert bis die Säugetiere anstatt kamen.
00:12:19: Und dann hat sich der neue Vargusanteil, ich nenne ihn mal so nämlich der der ventrale Vargus kreiert.
00:12:27: das ist das fühlende Gehirn also unser limbisches System und da geht es um Sicherheit durch soziale Verbindungen was ja bei Säuge Tieren auch natürlich bei uns als Menschen elementar wichtig ist.
00:12:41: Porgy's nennt das den biologischen Imperativ, also im Grunde können wir nur überleben.
00:12:46: der Mensch sowieso ist ja nicht sofort überlebensfähig gebraucht die Mutter Zuwendung und und die entsprechende Liebe und Wärme auch.
00:12:55: Und in dieser Hierarchie kann man auch beobachten beim Menschen diese Reaktionsmuster haben wir immer noch hundert Prozent in uns.
00:13:04: Die haben auch immer eine bestimmte Reihenfolge wie sie einsetzen.
00:13:09: Vor zweihunderttausend Jahren, also verschwindend geringer Zeitraum kam ja unsere Großhirnrinne dazu und die Illusion zu denken.
00:13:16: Wir könnten Stress kognitiv lösen.
00:13:21: Diese Illusion habe ich für mich aufgegeben.
00:13:24: Denken können ist gut und auch das Gehirn... wir brauchen rationale Erklärung aber im Grunde ist es reine Biologie.
00:13:31: Also der Körper gibt den Ton an und deshalb ist das Nervensystem Und das Verständnis über die Wirkweise, weil sie vorher sehr sagbar ist total hilfreich.
00:13:44: Ich habe jetzt gerade ein wenig darüber nachgedacht, während du gesprochen hast welche Situationen es im Alter gibt wo man sich tot stellt und bis eigentlich nur eine eingefallen aus der Schulzeit noch nämlich am Beginn einer Stunde wenn der Lehrer so sein Notenbügel aufschlägt und so ob er Zufall einen Schüler auswählt der die letzten Stunden so die Inhalte wiederholt Und da kann ich mich erinnern.
00:14:07: Da haben sich immer alle dort gestellt, dass man ja nicht aufheilt und das man nicht dran kommt.
00:14:12: aber sonst glaube ich ist mir so im Alltag die meiste Zeit fast im sympathischen Zustand.
00:14:19: Das heißt also im Kampf oder Fluchtmodus.
00:14:23: stellst du meine Einschätzung?
00:14:28: Ja, auf jeden Fall ist der Sympathikus überbetont in unserer Art zu leben Umgang mit uns selbst, auch wenn man mal die Medien den Einfluss der Medien schaut was an Informationen über Social Media kommt und so dient alles dazu das Nervensystem zu zu erregen.
00:14:47: Deshalb Hyper Arousal Die meisten Menschen sind übereregt.
00:14:53: Trotzdem ist dieser Shutdown also dieses runterfahren im Grunde Wenn ich wenn mein Fluchtkampf System überhaupt nicht mehr bewältigen kann.
00:15:01: Das kann auch in einer traumatischen Situation sein.
00:15:04: Viele Menschen sind noch aus der Schulzeit traumatisiert, ich habe da auch Dinge erlebt die glaube ich heute noch im Gepäck habe.
00:15:12: und wenn man eben das Gefühl hat evolutionär es hat nichts mit Verstand zu tun Ich kriege das hier nicht geregelt und dass ist so bedrohlich.
00:15:21: Auch gesichtsverlust kann ja traumatisch sein vor der Klasse vorführt zu werden.
00:15:26: Dann kann es eben sein der älteste Überlebensmechanismus, der Shutdown.
00:15:32: Eine Depression sozusagen zum Tragen kommt wo wir in der Regel nicht dauerhaft verharren.
00:15:37: Wir gehen dann auch wieder das merkt man ja auch oft dass Menschen zwischen Himmelhochjauchzen zur Tode betrübt also zwischen zwei Zuständen hin und her springen.
00:15:50: Es ist nicht so leicht zu erkennen wenn jemand im shutdown ist.
00:15:53: da braucht es einen geübten Blick für Also manche, wenn wir mal bei den Kindern bleiben, manche Kinder die sehr brav sind oder angepasst sind.
00:16:01: Man denkt auch ja das ist ein ganz ruhiger und ganz angepasster und volksamer kann es sein dass sie eigentlich schon in so einer Art Vorstufe zur Dissoziation sind.
00:16:12: Dass die sich also soweit aus Sicht und der Situation verabschiedet haben, dass die eben nicht mehr... Die wirken schon so ein bisschen erstarrert wobei starren Zwischenzustand ist Und da muss man schon genau hingucken.
00:16:29: Ich glaube, es sind mehr Menschen in so einer kollabierten emotionalen Situation als man meint.
00:16:36: Man sieht das aber nicht an der Nasenspitze an weil wir ja auch gelernt haben irgendwie zu funktionieren wollen uns auch nicht in die Karten gucken lassen.
00:16:46: also sichtbar ist auf jeden Fall der Sympathikus Zustand da gebe ich dir hundert Prozent recht.
00:16:51: Du hast vorher die biologische Komponente angesprochen.
00:16:54: Was passiert denn jetzt eigentlich im Körper, wenn man in den Kampf- oder Fluchtmodus wechselt?
00:17:00: Also wenn man das sympathische Nervensystem aktiviert.
00:17:04: Kannst du das den Hörerinnen vielleicht kurz erklären?
00:17:08: Der Sympathikus dient ja alles diente im Überleben.
00:17:12: also die einzige Frage, die unser Nerven System unsere Neurozeption... Das ist ja unser Radarsystem was unser überlebensichern will.
00:17:21: Die einzige Frage die wir rund um die Uhr stellen es bin ich sicher oder nicht.
00:17:26: Es geht immer um Sicherheit.
00:17:29: und wenn wir eben uns wie auch immer bedroht fühlen, das kann alles mögliche sein, es kann auch ein Gedanke sein, dass kann irgendwie die Verknüpfung mit einer Erfahrung sein dann springt halt das Überlebensprogramm Fluchtkampf an, d.h.
00:17:43: in Sekunden Bruchteilen wird ein mächtiger Hormon-Cocktail ausgeschüttet von Korthy Sol Adrenalin der viele Stunden im Kreislauf kursiert Kurzester Zeit Ressourcen bereitstellen, Energieressourcen, Muskelspannung steigt.
00:18:01: Die Atmung wird flacher die Verdauungsfunktion wird eingestellt ich kriege einen Tunnelblick eigentlich perifere Wahrnehmungen aber insgesamt bin ich im Tunnel.
00:18:14: also viele physiologische Funktionen die sofort Puls natürlich die Pulzfrequenz steigt die sofort messbar sind über Biofeedback oder über andere Verfahren und die leider schon so zur Normalität geworden sind, dass viele Menschen mit denen ich arbeite das überhaupt nicht mehr mitbekommen.
00:18:36: Also für dies ist es ja der Normalzustand.
00:18:39: wenn man dann fragt wie geht's dir auch wie immer?
00:18:42: Und wenn man mal misst stellt man fest hochgradige Alarmierung Hoher Stress, die haben dann Sod brennen.
00:18:48: Die geben dann zu Verdauungspobel.
00:18:51: Die können nicht mehr schlafen weil wenn ich abends eine Mail mir durchlese, wo der Chef mich was weiß ich in Senkel stellt... Dann wird das der Hormon-Cocktail ausgeschüttet und er ist dann über Nacht im Blut.
00:19:04: Und wenn man dann ein Achtundvierzigstunden Messungen macht, stellt man fest so was bei mir auch.
00:19:09: So ist es auch bei vielen anderen.
00:19:11: Ich habe überhaupt keine Regeneration in der Nacht.
00:19:13: Es gibt sogar Menschen, die nachts mehr Stress entwickeln in der Verarbeitung als tagsüber und das ist halt Sympathikus.
00:19:20: Es wird energiebereitgestellt, es wird mobilisiert und wenn das dieser Zustand lange besteht hat es auch hohe Verschleißerscheinungen weil dafür ist eigentlich nicht gedacht.
00:19:31: Das ist für eine kurzfristige Problemlösung gedacht und dann hat die Natur vorgesehen dass der Parasympathicus oder ventrale Vargus wieder übernimmt Und das haben wir leider nur noch sehr selten und deshalb haben wir viel mit Burnout zu tun, mit psychischen Erkrankungen, mit Leistungsblockaden weil die meisten Menschen überwiegend übererregt sind.
00:19:55: Ich denke es ist ja wichtig festzuhalten dass ein kurzzeitiger Stress wenn man so will oder eine kurzeite Aktivierung des Sympathikos durchaus positiv ist wenn man Leistung bringen will sportlich auch beruflich wie immer.
00:20:09: Das Problem ist eher, wenn es langfristig wird.
00:20:12: Und wenn du jetzt deine Klienten coacht wie kannst du... Wie erreichst du eigentlich wieder eine Regulation dabei?
00:20:21: Also dass dir sympathische Zustand dann wieder ein wenig abnimmt und das Zeit für Regeneration bleibt.
00:20:30: Also zunächst mal gilt es natürlich gemeinsam rauszufinden in welchem Zustand dieser Mensch wirklich ist.
00:20:38: die Übererregung oder ist es schon eine Art von Abstumpfung, weil nicht immer und auch nicht in jeder Situation ist Entspannung unbedingt das Mittel der Wahl.
00:20:51: Also das glaube ich schon dass überwiegend die Menschen wir brauchen überwiegt Entspannen mehr als als Aktivierung.
00:20:58: aber das gilt eben genau zu gucken welcher Situation hilft Entspanungen wo braucht es Mobilisierung, aber in einer richtigen Qualität.
00:21:08: Also es entscheidet auch die Emotion darüber.
00:21:11: und wenn du bist ja Profi im Spitzensport oder überhaupt im Thema Sportpädagogik, wenn man beste Beispiele sind für mich Spitzenschportler, wir haben die früher Trainingsweltmeister genannt das soll nicht despektierlich sein, aber die Fähigkeit umfassbare Leistungen auf dem Trainingsplatz abzurufen Im Wettkampf habe ich da keinen Zugang mehr zu.
00:21:37: Die Fähigkeiten sind ja nicht weg, ich hab nur den Zugang verloren weil das autonome Nervensystem die Amygdala macht zu und ich fühle mich irgendwie bedroht.
00:21:46: Und wenn jetzt jemand hoch aktiv im Grunde in Sympathikus ist und der Trainer schreit von der Seite rein Mensch jetzt bemühe dich doch mal oder fahr deine Energie hoch Der ist hier schon überaktiviert Dann kann es sein, dass das noch verstärkt.
00:22:03: Also der braucht im Grunde irgendetwas was ihn nach unten reguliert ein Gefühl von Sicherheit etwas gewohntes eine Routine Von außen.
00:22:14: oder wenn jemand schon im shutdown ist und auch das kennen wir aus dem Spitzensport Das ab bestimmten in bestimmten Situationen Man merkt dann die Schultern hängen Der Sportler hat aufgegeben oder ne ganze Mannschaft hat aufgegeben Die sind im Shutdown Und dann brauchen die natürlich keine Entspannung.
00:22:33: Die brauchen irgendeine Form von sinnvoller Aktivierung.
00:22:38: und da muss eben das Gefühl der Sicherheit rein, also der Sympathikus muss da rein aber in einer Form, der die ventraler Vargus heißt,
00:22:49: d.h.,
00:22:50: es muss eine positive Emotion damit verbunden sein um keine Aggressionen da reinkommen sondern etwas motivierendes, etwas wertschätzendes.
00:23:00: Und das ist die Kunst zu schauen, einmal für mich selber.
00:23:05: Fühlen zu lernen welchem Zustand ist mein Körper denn jetzt eigentlich gerade?
00:23:09: Dass man versucht mitzukriegen?
00:23:11: bin ich angespannt?
00:23:13: Wie is meine Atmung?
00:23:15: was kriege ich überhaupt noch mit von meinem visuellen fokus?
00:23:19: und dann muss Ich es nicht und dann heißt Es dass zu akzeptieren.
00:23:24: okay ich Bin also Jetzt Im Stress Angst, Angst vielleicht hier zu verlieren oder das nicht geregelt zu bekommen.
00:23:33: Was brauche ich jetzt?
00:23:34: Was hilft mir jetzt um wieder in ein Gefühl der Sicherheit zu kommen?
00:23:39: und das können gewohnte Routinen sein sieht man ja auch oft bei Sportlern dass die bestimmte Bewegungsabläufe Bewegungsmuster haben wie oft sie den Ball auftitschen oder wohnen Wie oft einen Raphael Nadal sich an der Hose zupft oder was auch immer Sich über Routine das holen.
00:23:54: oder Ich schau ... den Trainer an, weil ich weiß der entstört mich.
00:23:58: Ein Blick zum Trainer oder ein Mannschaftskamerad... ...oder ich konzentriere mich auf eine vertiefte Atmung.
00:24:06: Also ich schaue okay in dem Zustand bin ich?
00:24:09: Was hilft mir jetzt daraus zu kommen?
00:24:11: Ich kann atmen, ich kann den Bodenkontakt noch mal bewusst spüren,... ...kan irgendwo eine Korregulation aus einem Umfeld auffassen oder aufnehmen und dann... Kann ich über den Körper, den Zustand verändern?
00:24:26: Dafür muss ich es mitbekommen.
00:24:29: In der Sportwissenschaft gibt es ja Untersuchungen... ...mit welchen Ausmaß von Erregbarkeit man die besten Leistungen bringt.
00:24:38: und wenn man sich das anschaut, das schaut aus wie eine verkehrte U-Kurve.
00:24:42: Das heißt, wenn man zu wenig erregt ist dann ist man relativ weit unten.
00:24:48: also mit der Performance Leistung, das heißt nicht gut und wenn man aber übereregt ist dann ist es auch nicht gut.
00:24:55: Auch da ist die Leistung nicht auf höchstem Niveau.
00:25:00: Das Optimale ist so irgendwo in der Mitte.
00:25:03: Jetzt ist natürlich wichtig dass wir wissen wo stehen wird, dass wir das richtig einschätzen.
00:25:09: Also dass wir wissen bin ich jetzt ja untereregt, überereckt?
00:25:13: was stehe ich hier auf dieser verkehrten Urkurve Wenn ich merke, ich bin jetzt nicht im optimalen Bereich.
00:25:20: Wie kann ich mich dorthin regulieren?
00:25:23: Und das ist ja einige Beispiele gebracht wie wir es machen können und die funktionieren dann auch im Sport und im Beruf auch oder?
00:25:35: Ja, funktionieren auch.
00:25:36: Ich möchte da noch einen Satz ergänzen Das Ziel ist nicht immer ruhig zu sein.
00:25:41: Wir hatten vor bevor wir in den Podcast gestartet sind noch den kurzen Chat.
00:25:47: Da hast du den treffenden Satz gesagt, Flexibility Rules.
00:25:51: und genau darum geht es.
00:25:52: Es geht darum diese Flexibilität wiederherzustellen in meinem autonomen Nervensystem.
00:25:58: Denn du willst den Tiger, also dem Sportler oder die Führungskraft, die gerade in einem wichtigen Projekt ist?
00:26:06: Du willst den Tiger ja nicht sedieren!
00:26:09: Du willst dass der Tiger seine Power steuern kann und an der richtigen Stelle abruft, also hochfährt wo sie hochgefahren werden muss aber auch wieder in diese flexible Grundhaltung, achtsame Grundhaltungen zurückgeht aus der dann Widerleistung abgerufen werden kann.
00:26:27: Also es ist wirklich diese Flexibilität um die es geht und das ist natürlich genauso im Berufsalltag.
00:26:34: Eins zu eins wenn du irgendwelchen Projektsituationen bist, wo die Fetzen fliegen, wo hoher Zeitdruck Deadlines sind und dann kommst du dort genauso.
00:26:48: Fühlst du dich bedroht möglicherweise?
00:26:50: Das autonome Nervensystem meldet Gefahr und auch dann steigt der Adrenalin-Spiegel im Blut.
00:26:59: oder wenn es ganz schlimm ist verabschiedest Du Dich aus der Situation in dem Du dissozierst fast schon Und wenn du da einen Konfliktgespräch hast oder so, fallen dir die besten Ideen immer danach ein.
00:27:13: Warum?
00:27:13: Weil du im Stress ist die Großenrinde abgeschaltet, die Amygdala macht zu und wenn du dich also auch in Business es eins-zu-eins von den Mustern wie im Sport Techniken hast ich zu regulieren Wenn du's mitbekommst das ist wieder die Wahrnehmung total wichtig.
00:27:32: okay Wie fühlt sich denn mein Gesicht gerade an?
00:27:34: Kneif ich die Augen zusammen, Schultern hoch den Nacken schützen.
00:27:38: Man will den Hirnstamm schützen Die Oberschenkel angespannt und so weiter kriege ich kaum mehr ein Wort raus weil ich die Luft anhalte.
00:27:50: Dann okay Ich fühle mich also grad bedroht.
00:27:53: in Ordnung was brauche ich denn jetzt?
00:27:55: das vielleicht wenn ich grade mal nicht sprechen muss ich einfach vertieft meinen Parmausatme oder dass ich Visualisiere, das muss ich natürlich vorbereiten.
00:28:06: Irgendein Zustand der mich mit positiver Emotion auflädt oder einen körperlichen Anker.
00:28:12: Ich habe gelernt wenn ich die Fingerdaum- und Zeigefinger zusammen drücke hab ich verknüpft mit einem schönen Urlaubs einer schönen Erinnerung.
00:28:23: Das kriegt im Meeting keiner mit Die Hand habe ich unter dem Tisch Und so gibt es verschiedenste Techniken um einfach wieder in einen starken Zustand zu kommen.
00:28:34: Kurze Pause, mal auf Toilette gehen sich mal ausschütteln eine Power Pose machen.
00:28:39: wie der Usain Bolt kann man auch sehr schön sehen wie er die Möglichkeiten genutzt hat.
00:28:45: Power Pose hat sich koreguliert und dann hat mit dem Assistenten abgeklatscht vor seinem hundert Meter Finale alles Möglichkeiten sich zu regulieren wenn man mitkriegt in welchem Zustand man da ist und wenn man es natürlich vorher geübt hat damit man's im Druck dann abrufen kann.
00:29:02: Arbeitest du eigentlich so mit Parametern wie die Herzratenvariabilität?
00:29:06: Und ich habe gelesen auf deiner Websites, du hast eine spezielle Methode auch.
00:29:09: Die HardMath-Methode.
00:29:12: kannst du uns dir vielleicht erklären... ...wie du mit denen operierst?
00:29:18: Gerne!
00:29:18: Bin ich ein mega Fan von, bin ich total glücklich dass ich das entdeckt hab vor einigen Jahren gerade in Kombination.
00:29:25: HardMeth also ist ja von den Begründern die das Synonym für Herzintelligence die Herzintelligenz zu nutzen, um leistungsfähig zu sein und das in Kombination mit dem Wissen aus der Polyvagaltheorie ist für mich absolut hilfreich in meiner Arbeit.
00:29:44: Und zwar ja, die Herzratenvariabilität ist ein wichtiger Parameter.
00:29:50: jeder von uns, der eine Apple Watch hat oder so einen Ura-Ring hat seine HRV und Trakti vielleicht auch im Spitzensport wird es hier auch als ein Parameter herangezogen Und ich kann die auch abdehmen über meine Biofeedback-Systeme.
00:30:08: Allerdings, die Aussage ist erst wenn man das öfter zu verschiedenen Zeitpunkten über einen längeren Intervall macht hat es eine echte Aussagekraft.
00:30:16: aber Es ist ein wichtiger Indikator.
00:30:20: vor sechzig Jahren etwa Vor über sechszig Jahren schon entstanden hat ein kluger Arzt bei Embryonen festgestellt dass Also ab dem Zweizwanzigsten Tag kann man schon den Herzschlag bei einem Embryo messen.
00:30:37: Also ganz früh, da ist vom Gehirn lange noch nichts in Sicht.
00:30:40: Da ist schon der Herzschlag da Dann kommt das emotionale Gehirr und dann kommt irgendwann das Große hin dazu Und hat dann eben bei den Pföten festgestellt okay über die Herzraten Variabilität also die Spanne von Beschleunigung vor Langsamung je größer sie ist umso gesünder oder umso eher konnte man prognostizieren, dass ein gesundes kind geboren wird.
00:31:04: je kleiner die spanne ist um so riskanter war dann auch so eine schwangerschaft oder eben.
00:31:11: es waren dann auch schon bestimmte krankheitsbilder erkennbar und so hat man festgestellt das ist ein frühindikator.
00:31:19: Es ist allerdings für mich Ich schau da natürlich auch drauf.
00:31:24: Wir erheben das auch, auch in so eine Art von Stundemessung oder ich kann es in einer Ein-Minuten-Messung feststellen Es ist ein Fenster Wenn man's mal so beschreiben, ein Fenstern ins autonome Nervensystem aber es ist nicht der ganze Raum Das ist ein Parameter.
00:31:39: und was mit der Hard Math Methode Was da auch zentral ist die Coherenz Situation Also ob einen Ein Nervensystem, Coherenz heißt für mich Arbeiten die Systeme im Körper synchron und harmonisch miteinander.
00:31:59: Und arbeiten sie nicht gegeneinander.
00:32:02: Also wenn du jetzt mal dir das Bild vorstellst ein Ruderboot, einen Achter Jeder hat links nach rechts Die Paddel versetzt und die können nur maximal leistungsfähig sein Wenn die absolut Synchronen in der Bewegung sind.
00:32:16: sobald ein oder zwei bisschen ausschären endet das im Desaster.
00:32:20: Das ist in unserem Körper auch so, Coherenz ist der Zustand wo die Systeme sehr synchron arbeiten und es ist auch im Herzrhythmus messbar über bestimmte Frequenzbereiche in denen das Herz dann ist.
00:32:37: Null Komma ein Herz ist ungefähr der optimale Zustand, wo man sehr coherent ist, wo auch viel Parasympathikos mit dabei ist.
00:32:48: Es ist allerdings in der Kombination interessant, weil ich kenne auch top trainierte Sportler.
00:32:55: Die haben eine super HRV also eine Riesenspanne und trotzdem ist das Phänomen die können dann unter Druck plötzlich ihre Leistung nicht abrufen oder es gibt Lebensbereiche wo sie nicht entspannen können und nicht flexibel sind, wo sie unter Druck in Stress geraten.
00:33:16: und deshalb ist es interessant, dass die HRV ein Indikator aber nur ein Puzzlestück.
00:33:20: erst mal zu schauen wie kann ich trainieren?
00:33:24: Ob im Sport oder im Beruf.
00:33:28: Mein System so trainiert sich diese Coherenz, diese Harmonie, die es braucht immer wieder abrufen kann damit die Systeme gut ineinandergreifen und damit ich auch Energie aufbauen kann.
00:33:40: Resilienzerzeuge weil wenn ich die hohe HRV Meine sportliche Leistung, Abrufe kann ja sein dass wir mit erfolgreich sind.
00:33:50: Aber die Systeme in irgendwo alle gegeneinander kämpfen Bremse und Gas wollen mal gucken wer gewinnt Dann kann ich damit zwar ein Ergebnis erzielen aber es ist am Ende bleibt das destruktiv für den Menschen Und das ist der Unterschied.
00:34:04: Es braucht schon bisschen mehr als die HRV aber sie ist ein wichtiger Indikator um schon Mal eine erste Idee zu kriegen ist dieser Mensch grundsätzlich regulierungsfähig oder ist er schon jetzt schon in einer Starre angekommen?
00:34:18: Das gute daran ist ja, dass die Herz-Ratenvariabilität schon von den meisten Sporturen automatisch ermittelt wird.
00:34:27: Und das heißt man hat einen sehr niederschwelligen Zugang zu diesem Wert und kann damit schon ein wenig Trainingsteuerung machen.
00:34:36: Im Sport spricht man auch wenn alles ganz gut läuft vom Flowzustand.
00:34:41: Ist diese Zustand auch vom autonomen Nervensystem abhängig?
00:34:47: Ja, definitiv.
00:34:48: Flows für mich auch wieder matcht mit dem Begriff der Flexibilität.
00:34:54: Also Flow heißt nicht immer automatisch Tiefenentspannung.
00:34:57: es geht nicht umsedieren das ist der Trugschluss... Auch wenn ich mich stundig bin eigentlich mega gestresst aber ich setze mich jetzt mal am Wochenende aufs Sofa und dann denkt man man kommt ja Man schlaft so ab und denkt es in Flow.
00:35:17: Trotzdem kommt man aus dem Grundzustand im autonome Nervensystem, im Hintergrund läuft trotzdem noch der Hormone Cocktail und der Sympathikus weiter.
00:35:26: Man suggeriert sich selber, man wäre jetzt entspannt.
00:35:28: So, Flow-Zustand für mich... ...in einer konstruktiven Haltung die auch Leistungsabruf ermöglicht hat sowas mit ner Wachen Grundspannung zu tun, die aber mit einer positiven Emotion besetzt ist.
00:35:44: Also ich bin nicht schlaff, es ist keine Schlaffe-Lähmung sozusagen sondern... Ich bin wie der Oli Kahn vor dem entscheidenden Elfmeter, der auf der Grundlinie oder auf der Tor Linie hin und her trippelt.
00:35:57: Der ist flexibel, er ist nicht starr, aber er ist wach und präsent.
00:36:04: Er kann im Bruchteil eine Sekunde nach links oder rechts springen.
00:36:08: Und deshalb Flow ist oft finde ich falsch interpretiert, hat oft immer nur mit Entspannung zu tun.
00:36:17: Ja da bin ich im Flow die Zeichhab gar nicht mitbekommen.
00:36:19: Die Zeit ist so schnell vergangen war angenehm aber es ist mir fehlt die Aktivität und das ist weder die Mischung im Nervensystem.
00:36:28: wie viel Sympathikus braucht es in welcher emotionalen Qualität?
00:36:33: Und dann muss auch der ventrale Vagus das Gefühl der Sicherheit und Zugewandheit dieser soziale, diese soziale Komponente.
00:36:42: Das haben wir in der Regel im Spiel.
00:36:45: also wenn wir spielen... Der Thomas Müller ist für mich das Paradebeispiel.
00:36:51: Ich glaube er kann oft gar nicht erklären der Raumdeuter warum der die Dinger da rein macht und an einer richtigen Stelle steht.
00:36:58: weil der ist so im Spiel, der hat Freude, der ist frei kreativ, der is hoch aktiv aber hat Zugriff auf seine Ressourcen.
00:37:08: Der ist einfach locker, der ist im Spiel.
00:37:10: Er interagiert mit seinen Team-Kollegen und weint alles gleichzeitig.
00:37:17: Das ist für mich ein Flow in Bewegung.
00:37:22: Es sind alle Qualitäten abrufbar aber mit einer positiven Emotion hinterlegt
00:37:28: Das Konzept von Flora, der erstmals der Michael Cechic Mihaly in den siebziger Jahren in einem Buch verfasst und er hat es so beschrieben dass der Flow-Zustand das optimale Match ist zwischen den Herausforderungen im Sport oder im Beruf und zwischen den eigenen Fähigkeiten.
00:37:51: Wenn Abweicht davon, also wenn es zum Beispiel zu gering ist die Herausforderung dann macht sich eher lange Weile breit und wenn's aber zu hoch ist.
00:38:00: Die Herausforderung wird man eher beunruhigt und man hat einen Stress.
00:38:05: Flow stellt sich auch meistens in einem sehr hohen Niveau, in ein sehr höheren Könnenstufe einer Sportart ein.
00:38:12: Ein Anfänger, der ist da eher noch überfordert.
00:38:15: Da stellt sich wenig Flow ein.
00:38:17: und wenn man jetzt in dieser Überforderung drinnen ist hast du da spezielle Übungen?
00:38:22: oder was kann man da machen?
00:38:23: Dass man sich wieder runter reguliert, ein wenig gibt es da Übionen dafür?
00:38:28: Ja also ich habe immer... Ich vermittel immer so einen Getreiklang vorbereiten, umschalten und dann konservieren.
00:38:34: Also das Vorbereiten ist halt sehr wichtig.
00:38:37: Wenn ich weiß, ich neige dazu auch schon mal Puls zu kriegen, gestresst zu sein dann kann ich natürlich nur das, was ich vorbereitet habe und was ich schon integriert habe auch in so einer Situation abrufen.
00:38:48: Deshalb macht es immer großen Sinn zu schauen, brauche ich eher die Entspannung oder eher die Aktivierung weil das typbedingt ist?
00:38:56: Du würdest dich wundern oder vielleicht auch nicht, weil du weißt wie viele Top-Leute in egal welcher Disziplin kurz vor ihrem Auftritt auf der Toilette was sie dafür Übungen machen.
00:39:08: Glauben da guckt sieht mich ja keiner von Power-Poses über energetisches Klopfen, über zwei Minuten Lächeln.
00:39:15: Über ... weiß ich nicht... sich bewegen oder den Übungen machen.
00:39:20: Affirmationen innerlich laufen lassen, ihre Motivationsmusik auf den Ohren haben und und und.
00:39:27: Das heißt das ist sehr individuell eigentlich?
00:39:29: Total
00:39:30: individuell!
00:39:32: Weil dafür muss ich wissen was ich für ein Typ bin welche Muster bei mir Am ersten anspringen.
00:39:38: in der situation geht es auch wieder darum wahrzunehmen und das dann auch zu akzeptieren.
00:39:46: Ich hatte früher das thema vor menschen zu sprechen Hat mir stress gemacht ist glaube ich bei neunzig prozent aller menschen auch mit bis zur totes angst besetzt weil gesichtsverlustmöglichkeit.
00:39:57: Dann habe ich eine rote gesicht bekommen.
00:39:58: Dann hab ich gemerkt, ich kriege ein rotes gesicht.
00:40:02: Dann ist dieses immer schlimmer geworden, was ich dann angefangen habe.
00:40:05: Also da ging gar nichts mehr.
00:40:06: irgendwann weil ich das dann interpretiert und bewertet habe oh Gott das sehen jetzt wahrscheinlich uns so weiter.
00:40:12: also es war dann so ein Self-fulfilling Prophecy.
00:40:16: man kann aber lernen die Wahrnehmung von der Bewertung zu trennen.
00:40:20: also ich nehme wahr okay Ich hab einen Hitzeschub Alles klar!
00:40:24: Da baut sich wieder etwas auf.
00:40:26: Das ist halt mein altes Muster.
00:40:28: Was kann ich jetzt tun oder lassen?
00:40:31: um wieder ein Gefühl der Sicherheit und Souveränität zu kriegen.
00:40:33: Kurze Pause, Glas Wasser trinken den Bodenkontakt spüren wirklich ein paar tiefe Atemzüge bewusst machen weil Atmung ist der direkteste Weg ins Nervensystem.
00:40:44: vielleicht habe ich jemanden im Publikum sitzen den ich da auch hingesetzt habe weil ich weiß der wird mich freundlich er würde mal einmal nett nicken oder Daumen hoch mir ein Signal geben und sofort bin Im flow sozusagen, also sich Techniken anzueignen wovon es jede Menge gibt.
00:41:03: Atmung ist eigentlich das schnellste tiefe Bauchatmung.
00:41:10: Es gibt die Box-Atmungen.
00:41:11: Die Wurste garantiert ihr auch kennen von den Heavy Seals, die ja in Sekunden Bruchtteilen über Leben und Tod entscheiden müssen... Und einfach dieses gleichmäßige Einatmen, vier Takte, vier Takte halten.
00:41:23: Vier Takte ausatmen.
00:41:25: Viertakten halten und dann wieder von vorn immer diese Box.
00:41:28: Das kann man relativ einfach.
00:41:32: oder eben die Ausatmung verlängern, dass man vier Taktereinatmet sieben Takte aussitzt nennt man auch die Piloten atmen so kenne ich das.
00:41:44: Genau, den Parasympathikus anzusteuern und da reichen manchmal ein zwei Atemzüge.
00:41:49: Drei Atem-Züge also eine kurze Sprechpause und schon schaltet das Nervensystem um.
00:41:57: Ich hatte mal ein Interview mit einem Atmohetaucher.
00:41:59: Das kann man im Podcast auch abrufen und der hat gesagt, der Beschäftigte sind natürlich sehr viel mit Atmung.
00:42:08: Was auch eben der Vormacht-Atemübungen, die er da vormacht bevor er abtaucht.
00:42:12: Der sagt Die Atmung ist die Fernbedienung für unser Nervensystem.
00:42:16: Das ist ein sehr schönes Bild finde ich.
00:42:18: Super!
00:42:19: Und das stimmt ja auch nicht?
00:42:20: Also das kann man im Auto machen.
00:42:21: Ein paar tiefe Atemzüge mit Fokus auf Ausatmung und man merkt selbst wie wir eigentlich wieder runterfahren.
00:42:28: Und in meinen Hardness also dass es perfekt... In meinem Hardness Trainings wird dann auch noch die Fokuslenkung, sprich die emotionale Komponente mit reingebracht.
00:42:38: Weil jeder Gedanke folgt einer Emotion oder umgekehrt.
00:42:44: Die Emotion folgt der Qualität des Gedanken und das kann man auch sichtbar machen wie unfassbar machtvoll unsere Emotionen Einfluss nehmen.
00:42:53: Atmung bringt auf jeden Fall in eine neutrale Situation da sich aus der emotionalen Ladung rauskomme.
00:43:01: Ich kann aber auch eine positive, emotionale Ladung erzeugen und das miteinander kombinieren.
00:43:08: Da passieren plötzlich dann Wunder, aber Atmung allein kann man schon sein Leben mit
00:43:12: verändern.".
00:43:13: Ja auf jeden Fall!
00:43:15: Und ich sage eigentlich was Selbstverständliches, was jeder macht, was nebenbei passiert und trotzdem kann man so viel richtiger machen als wenn es nur nebenbei basiert.
00:43:24: Also entlang, wenn man sich's bewusst macht, da kann man richtig viel machen.
00:43:30: Lieber Thomas, wir sind schon zeitlich fortgeschritten.
00:43:33: Vielleicht abschließend gibt es eine Übung oder einen ersten Schritt?
00:43:38: Egal ob man jetzt im Büro ist oder am Sportplatz oder vor einer Präsentation, die man sofort ausprobieren kann.
00:43:44: Atmen ist vielleicht eher ein gutes Beispiel um sein Nervensystem zu regulieren.
00:43:50: Auf jeden Fall Kann jeder Zuhörer sofort wenn er aus dem Podcast rausgeht machen oder jetzt schon mitmachen Egal wo du gerade sitzt, schließ einfach mal einen Moment die Augen und nimm Kontakt bewusst über deine Fußsohlen zum Boden auf.
00:44:08: Spüre den Boden unter deinen Füßen der dich hält und trägt.
00:44:14: Und in dem Bewusstsein dieses Geerdetseins und dieser Stabilität die von unten kommt denkst du bei jedem einatmen Die zwei Wörter genau hier Und bei jedem Ausatmen genau jetzt, genau hier.
00:44:33: Genau jetzt wie so eine Gebetsmühle.
00:44:36: Genau hier, genau jetzt und bist dabei geerdet und probier's mal aus da reicht ne Minute vielleicht zwei und du bist stabiler als vorher und bist bewusst im Hier-und-Jetzt in deinem Körper vielleicht auch angekommen.
00:44:53: Sehr cool zu üben!
00:44:54: Lieber Thomas, die Zeit ist fortgeschritten.
00:44:56: Ich danke dir fürs dabei sein in meinem Podcast.
00:45:01: Danke dir für deine Expertise und Erklärungen!
00:45:04: Und ich freue mich wenn sich unsere Wege vielleicht wieder mal kreuzen.
00:45:08: Alles Gute!
00:45:11: Sehr gerne lieber Eric.
00:45:12: Ganz herzlichen Dank auch für deine tollen Fragen.
00:45:14: Das war mir eine Freude.
00:45:31: Nach dieser spannenden Folge mehr willst dann abonniere meinen Podcast auf iTunes
00:45:36: oder Spotify.
00:45:38: Du besuchst mich auf meiner Website erichfrischschlagert.com.
00:45:42: Ich freue mich
00:45:43: auf jeden
00:45:44: Fall, auf ein Wiederhören mit
00:45:45: dir!
00:45:46: Also
00:45:47: macht das Beste.
00:45:47: erst einen
00:45:48: guten Tag
00:45:49: Tschüss und servus aus Kratz.